Plaudan oder Lingokids: Was passt zu eurem Kind? [2026]
Kurz gesagt: Lingokids ist stark, wenn dein Kind noch sehr jung ist und spielerisch mit englischen Spielen, Liedern und Videos in Berührung kommen soll. Plaudan Kids ist stark, wenn dein Kind 4 bis 10 Jahre alt ist und eine Sprache wirklich sprechen soll, in echten Gesprächen mit einem geduldigen Tierfreund, auch auf Spanisch, Französisch oder Italienisch. Die ehrliche Antwort lautet also: Es kommt darauf an, ob dein Kind Englisch vor allem hören oder selbst sprechen soll.
Beide Apps tauchen in fast jeder Empfehlungsliste für Kinder-Sprachapps auf, und beide haben sich ihren Platz verdient. Volle Transparenz vorweg: Plaudan Kids ist unsere eigene App, und genau deshalb bemühen wir uns hier um einen fairen Vergleich, denn Lingokids macht seinen Job richtig gut, nur eben einen anderen. Wo beide im größeren Feld stehen, zeigt unser Überblick über die besten Sprachlern-Apps für Kinder.
Was macht dein Kind in den beiden Apps eigentlich?
In Lingokids spielt dein Kind Mini-Spiele, singt Lieder mit und schaut kurze Videos, alles rund ums Englische. In Plaudan führt dein Kind ein gesprochenes Gespräch: Es hält das Mikrofon gedrückt, sagt etwas, und ein Tierfreund antwortet mit echter Stimme.
Lingokids nennt seinen Ansatz "Playlearning", und der Name passt: Das Kind bewegt sich durch eine liebevoll produzierte Welt aus Spielen, Songs und Videos und nimmt dabei nebenbei englische Wörter und Wendungen auf. Gerade für sehr junge Kinder ist das ein sanfter, druckfreier Einstieg, und diese Breite an kindgerechtem Englisch-Content ist die große Stärke von Lingokids.
Plaudan fühlt sich dagegen an wie ein Videoanruf mit einem geduldigen Freund. Dein Kind sucht sich einen von vier 3D-Tierfreunden aus, Leo der mutige Löwe, Finn der schlaue Wolf, Zoe das verspielte Zebra oder Bruno der geduldige Stier, und dann wird geredet: über Lieblingstiere, das Abendessen, den Kindergarten. Das Tier hört zu, antwortet, fragt nach und hilft, wenn ein Wort fehlt. Belohnt wird mit Sternen, Stickern und Schatz-Meilensteinen, aber der Kern ist das Gespräch.
Welche Sprachen kann dein Kind lernen?
Lingokids konzentriert sich auf Englisch, Plaudan Kids bietet Englisch, Spanisch, Französisch und Italienisch, dazu über 70 weitere Sprachen auf Anfrage. Wenn bei euch eine andere Sprache als Englisch auf dem Wunschzettel steht, ist die Entscheidung damit fast schon gefallen.
Für viele Familien ist Englisch ohnehin die erste Fremdsprache, und dort spielt Lingokids seine ganze Content-Stärke aus. Aber vielleicht hat dein Kind eine spanischsprachige Oma, einen französischen Kindergartenfreund oder ihr verbringt jeden Sommer in Italien. Genau dann zählt, dass derselbe Tierfreund, den dein Kind schon kennt, einfach in der anderen Sprache weiterplaudert.
Spielen oder Sprechen: Was übt dein Kind wirklich?
Das ist der Kern des Vergleichs: Lingokids trainiert vor allem rezeptive Fähigkeiten, also Hören und Verstehen, Plaudan trainiert produktive Fähigkeiten, also Sprechen und Aussprache. Beides ist wertvoll, aber es sind zwei verschiedene Muskeln.
Bei Lingokids tippt, zieht und schaut dein Kind. Es erkennt Wörter wieder, versteht Anweisungen, singt Melodien mit. Was dabei kaum vorkommt: selbst einen Satz bilden und laut aussprechen, ohne Vorlage. Genau diese Hürde, sich zu trauen und den Mund aufzumachen, ist aber für die meisten Kinder die größte auf dem Weg zur Sprache.
Bei Plaudan gibt es keinen Weg am Sprechen vorbei, es ist die App. Das Kind sagt etwas in der neuen Sprache, wird verstanden und bekommt eine echte Antwort. Diese Erfahrung baut Sprechhemmungen ab wie kaum etwas anderes. Warum aktives Sprechen so viel schwerer wiegt als jede Tipp-Übung, haben wir in Sprechen statt Tippen ausführlich aufgeschrieben. Fair bleibt: Für den allerersten Kontakt mit englischen Klängen ist der rezeptive Weg von Lingokids völlig legitim, Verstehen kommt beim Spracherwerb vor dem Sprechen.
Für welches Alter passt welche App?
Lingokids richtet sich besonders an sehr junge Kinder, die noch über Lieder, Videos und einfache Spiele lernen. Plaudan Kids ist für Kinder von 4 bis 10 gebaut, also für ein Alter, in dem Kinder schon kleine Gespräche führen können und wollen.
Ein Dreijähriger, der englische Tierlieder mitsingt, ist bei Lingokids goldrichtig. Ein Sechsjähriger, der schon Fragen stellt und erzählen will, was er heute erlebt hat, wächst mit einer reinen Spiel-App irgendwann aus dem Format heraus, und genau da setzt Plaudan an. Die Forschung zeigt übrigens, dass Kinder bis etwa zum zehnten Lebensjahr ein besonders günstiges Fenster für den Spracherwerb haben, wie eine große MIT-Studie zur kritischen Periode nahelegt. Mehr dazu liest du in unserem Beitrag ab welchem Alter Kinder eine Fremdsprache lernen sollten.
Wie sicher sind Plaudan und Lingokids?
Hier gibt es eine erfreuliche Gemeinsamkeit: Beide Apps sind werbefrei, und beide nehmen den Schutz von Kindern erkennbar ernst. Kein Kind wird hier zwischen zwei Übungen mit Werbeclips beschossen, das ist bei Kinder-Apps leider keine Selbstverständlichkeit.
Bei Plaudan Kids gehen wir noch ein paar Schritte weiter, weil eine App, in der Kinder sprechen, besonderes Vertrauen braucht: keine Tracker, Käufe ausschließlich im passwortgeschützten Elternbereich, moderierte und altersgerechte Gespräche, entwickelt in Österreich und DSGVO-konform. Dazu kommt ein Eltern-Dashboard, in dem du siehst, was dein Kind geübt hat, und sanfte Zeitlimits setzen kannst. Wie du Bildschirmzeit generell so gestaltest, dass sie dein Kind weiterbringt, liest du in Sinnvolle Bildschirmzeit für Kinder.
Wie unterscheiden sich die Preismodelle?
Beide Apps sind Abo-Dienste ohne Gratis-Werbestufe, die Philosophien unterscheiden sich im Zuschnitt: Plaudan Kids setzt auf ein einziges Familien-Abo mit mehreren Kinderprofilen, ab etwa 5 Euro pro Monat im Jahresplan, jederzeit kündbar. Konkrete Lingokids-Preise nennen wir bewusst nicht, sie ändern sich je nach Land und Aktion.
Wichtiger als die genaue Zahl ist ohnehin, wofür du bezahlst. Bei Lingokids bezahlst du für eine große, ständig gepflegte Bibliothek an englischen Spielen, Videos und Liedern. Bei Plaudan bezahlst du dafür, dass dein Kind einen geduldigen Gesprächspartner hat, so oft es mag, und dass Geschwister ohne Aufpreis eigene Profile bekommen. Über 40.000 Familien haben sich bisher für Plaudan entschieden, genutzt wird es im Browser oder als PWA auf Tablet und Handy.
Wie schneiden beide im direkten Vergleich ab?
Die Tabelle fasst die Unterschiede zusammen, bewusst in Kategorien statt Zahlen. Sie zeigt vor allem eines: Die beiden Apps konkurrieren weniger, als man denkt, sie beantworten verschiedene Fragen.
| Plaudan Kids | Lingokids | |
|---|---|---|
| Kernidee | Echte gesprochene Gespräche | Spiele, Videos, Lieder |
| Was das Kind tut | Laut sprechen, zuhören, antworten | Tippen, schauen, mitsingen |
| Trainiert vor allem | Sprechen und Aussprache | Hören und Verstehen |
| Sprachen | Englisch, Spanisch, Französisch, Italienisch, 70+ auf Anfrage | Vor allem Englisch |
| Ideales Alter | 4 bis 10 | Besonders sehr junge Kinder |
| Werbefrei | Ja | Ja |
| Käufe durch das Kind möglich | Nein, nur Elternbereich | Nein, werbefreies Abo-Modell |
| Elternbereich | Fortschritt und sanfte Zeitlimits | Elternbereich vorhanden |
| Abo-Zuschnitt | Ein Familien-Abo, mehrere Kinderprofile | Abo |
| Gerät | Browser und PWA auf Tablet oder Handy | Apps |
Wann ist welche App die bessere Wahl?
Lingokids ist besser, wenn:
- dein Kind noch sehr jung ist und über Lieder, Videos und einfache Spiele lernt
- ihr einen möglichst breiten, spielerischen Englisch-Kosmos wollt
- dein Kind sich vor dem Sprechen noch scheut und erst einmal nur eintauchen soll
- Englisch die einzige Sprache ist, um die es geht
Plaudan Kids ist besser, wenn:
- dein Kind 4 bis 10 ist und eine Sprache wirklich sprechen lernen soll
- Aussprache und Sprechmut das Ziel sind, nicht nur Wiedererkennen
- ihr Spanisch, Französisch, Italienisch oder eine andere Sprache als Englisch wollt
- mehrere Geschwister mit eigenen Profilen unter einem Abo lernen sollen
Und wenn beides zutrifft? Dann spricht nichts gegen die Kombination: Lingokids für den spielerischen Input zwischendurch, Plaudan für das tägliche echte Gespräch. Die beiden Apps nehmen sich gegenseitig nichts weg.
Probier es einfach aus
Am Ende entscheidet nicht die Tabelle, sondern dein Kind. Lass es einfach einmal mit Leo, Finn, Zoe oder Bruno plaudern und schau, was passiert, wenn es zum ersten Mal auf Englisch verstanden wird. Ohne Werbung, ohne versteckte Käufe, jederzeit kündbar.
Häufige Fragen
Was ist der größte Unterschied zwischen Plaudan und Lingokids?
Bei Lingokids spielt, schaut und hört dein Kind, mit Spielen, Videos und Liedern rund ums Englische. Bei Plaudan spricht dein Kind laut mit einem Tierfreund, der mit echter Stimme antwortet. Lingokids trainiert vor allem Verstehen, Plaudan trainiert Sprechen und Aussprache.
Welche Sprachen bieten Plaudan und Lingokids an?
Lingokids konzentriert sich auf Englisch. Plaudan Kids bietet Englisch, Spanisch, Französisch und Italienisch, dazu über 70 weitere Sprachen auf Anfrage.
Sind Plaudan und Lingokids werbefrei?
Ja, beide. Das ist eine echte Gemeinsamkeit der beiden Apps. Plaudan Kids verzichtet zusätzlich auf Tracker, Käufe sind nur im passwortgeschützten Elternbereich möglich, und die Gespräche sind moderiert und altersgerecht.
Für welches Alter passen die beiden Apps?
Lingokids ist besonders für sehr junge Kinder stark, die mit Liedern und Videos ins Englische hineinwachsen. Plaudan Kids ist für Kinder von 4 bis 10 gebaut, die schon kleine Gespräche führen können und sich ans laute Sprechen herantrauen sollen.
Kann man Plaudan und Lingokids kombinieren?
Ja, das kann sogar gut funktionieren. Lingokids liefert spielerischen englischen Input über Lieder und Videos, Plaudan sorgt dafür, dass dein Kind die Sprache aktiv spricht. Die beiden Apps trainieren unterschiedliche Fähigkeiten.